Auszug-Bundeslärmschutzverordnung Auszug  aus der Bundeslärmschutzverordnung  

 

Informationen zum Lärmschutz

 

Lärmschutz

 

Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung, 32. BImSchV

 

Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) vom 29.08.2002 (BGBl. I S. 3478) regelt die Betriebszeiten von insgesamt 57 Maschinen und Geräten, die überwiegend im häuslichen Bereich und im Baugewerbe eingesetzt werden.


Räumlicher Geltungsbereich

 

Bitte beachten Sie, dass die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung nur in allgemeinen und besonderen Wohngebieten, Kleinsiedlungsgebieten, Sondergebieten, die der Erholung dienen, Kurund Klinikgebieten und Gebieten für die Fremdenbeherbergung nach den §§ 2, 3, 4, 4a, 10 und 11 Abs. 2 der Baunutzungsverordnung sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten Anwendung findet.

 

Was ist erlaubt? Was ist verboten?


Grundregel


Jeder hat sich so zu verhalten, dass andere nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar durch Lärm belästigt und beeinträchtigt werden.

 
Lärmverbot


Lärmverbot in der Zeit von 07:00 bis 09:00 Uhr, von 13:00 bis 15:00 Uhr und von 17:00 bis 20:00 Uhr in Wohngebieten, Wohnhäusern und in deren unmittelbarer Nähe gilt nun lediglich für Geräte wie Freischneider, Grastrimmer, Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsammler, die nicht mit dem EU-Umweltzeichen versehen sind. An Sonn- und Feiertagen herrscht generelles Lärmverbot.

 

Ausnahme:
Firmen dürfen werktags im Rahmen ihrer gewerblichen Tätigkeit auch laute Arbeiten ausführen.


Nachtruhe


Hier wird nicht mehr nach Sommer und Winter unterschieden. Somit ist es verboten, zwischen 20:00 Uhr abends und 7:00 Uhr morgens Lärm zu erzeugen, der andere belästigen kann.


Rasenmäher und andere Arbeitsgeräte


An Werktagen, also von Montag bis Samstag, dürfen Rasenmäher gleich welcher Art in der Zeit von 20:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr morgens nicht benutzt werden.

 

Dies gilt auch für gewerbliche Firmen. Privatpersonen dürfen während der Verbotszeiten im Freien auch keine anderen lärm erzeugenden Arbeitsgeräte wie z.B. Kreissägen, Bohrmaschinen, Schleifhexen und ähnliches benutzen. Firmen dürfen solche anderen Geräte allerdings benutzen. Völlig verboten ist die Benutzung von Rasenmähern und anderen Geräten an Sonn- und Feiertagen. Im Umkehrschluss ist Rasenmähen und die Benutzung anderer Geräte im Freien durch Privatpersonen also zu folgenden Zeiten erlaubt: Montag bis Samstag von 7:00 bis 20:00 Uhr.

 
Fahrzeuge


Verboten ist:

• Motoren unnötig oder unnötig laut laufen zu lassen,
• Schallzeichen (Hupen) außer zur Warnung abzugeben,
• Fahrzeugtüren oder Garagentore unnötig laut zu schließen,
• Motorräder, Mopeds, Leichtkrafträder oder Mofas ohne Notwendigkeit in unmittelbarer

   Nähe von Wohnungen oder in freier Natur laufen zu lassen,
• beim Be- und Entladen von Fahrzeugen unnötig Lärm zu erzeugen.


Tiere


Der Tierhalter ist dafür verantwortlich, dass andere Personen nicht mehr als unvermeidbar durch den Lärm ihres Tieres belästigt werden. Die üblichen Geräusche, die bei der Tierhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben entstehen, gelten kraft Gesetzes als unvermeidbar und sind damit zulässig.

 

Allgemeine Ausnahmen:

• Gewerbebetriebe in extra ausgewiesenen Gewerbegebieten sind an die angegebenen

   Zeiten nicht gebunden.

• In Not- und Katastrophenfällen darf natürlich auch während der Ruhezeiten Lärm gemacht

  werden.


Feiertagsruhe


An Feiertagen herrscht generelles Lärmverbot.